Die Wände: Cord-Wood, Lehm und Stroh

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Hier entstehen die Lehmmischungen aus 1 Teil Lehm und 3 Teilen Sand und Wasser, vermischt wird mit dem Mörtelrührer. Anschließend wird gehäckseltes Stroh mit den Füßen in die Lehmmischung eingearbeitet und mit einer Plane gewendet.

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Lehmhäuser baut man am Besten im Sommer 🙂 Dann haben alle Spass!

Cord-Wood

wände01DSC_3581Auf dem kleinen Sockel aus Backsteinen beginnen an der Südseite die Cord-Wood-Wände zu wachsen. 40 cm lange Baumstämme, vorwiegend von Robinien werden mit der Cob-Mischung (Sand, Lehm und Stroh) verarbeitet – wer diese Technik zum ersten Mal probiert wird sich an seine Kindheit erinnern, wo wir das alle im Sandkasten schon geübt haben.

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Die Stützen für die Regale sind Äste von Hartriegel, Pflaume, Kastanie, Waluss und Robinie, die mit ihrer ganzen Länge in der Wand eingebettet sind. Trickreich war nur sie einigermaßen Waagerecht auszurichten.

DSC_3810Fenster und tiefe Fensterbretter, alles ganz intuitiv.

 

Strohballenwände

wände05wände04An der Nordwand habe ich mich an reine Strohballenwände gewagt. Mit einem Spanngerät für Verpackungen und Pakete habe ich die Strohballen fester gezurrt und mit einer reinen  Lehmmischung großzügig rundum verspachtelt.

Beim Trocknen reißt diese Mischung stark ein und gibt so einen guten Haftgrund für den späteren Lehmverputz.

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DSC_3627Strohballen und Lehm sind 100% Bio. Die in den Strohballen enthaltenen Samen sind keimfähig und das Weizengras hier ist ein guter Indikator für den Feuchtegrad. Sobald das Gras braun wird, ist die Wand trocken und bereit für den Lehmputz. Ein eigener Putzträger  aus  Hühnerdraht oder ähnlichem ist nicht notwendig, solange die Strohballen mit Lehm benetzt sind hält der Feinputz gut.

 

DSC_3656Diese Phase der Bauzeit hat mir besondere Freude bereitet….. 🙂

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Mischtechnik

DSC_3691Hier sieht man wie wunderschön Strohballenwände und Cord-Wood-Wände sich kombinieren lassen.

Verputzen

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Vor dem Auftragen wurde der Untergrund kräftig angefeuchtet, damit die Putzschicht gut haftet. Die Mischung zum Verputzen ist im Gegensatz zur Cob-Mischung  weicher angerührt, mit weniger Stroh und feinerem Sand.

Zuviel Sand macht die Wand bröselig, zuviel Lehm und sie wird rissig – die ideale Mischung dazwischen härtet auf dem durchgetrockneten Untergrund innerhalb von wenigen Tagen bombenfest aus, da die Feuchtigkeit durch die Strohballenwände nach Außen geleitet wird.

 

DSC_3853Ein Job für die ganze Familie.

Fazit
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Nach einigen Wochen Heizen sind vor allem die grün verbauten Fichtenstämme gerissen und geschrumpft. Das Feinverputzen wird uns in der kommenden Saison wohl noch eine Zeit lang begleiten.

Auch wollen wir die Stirnseite der Baumscheiben der Cord-Wood-Wände abschleifen, die Risse mit Lehmmischung  kitten und mit Leinöl einlassen.

 

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der Weg von der Käfighaltung zur Freilandhaltung

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